Wo tut der Karpaltunnel weh?

Der Karpaltunnel ist eine enge Öffnung in der Handwurzel, durch die wichtige Nerven und Sehnen verlaufen. Wenn dieser Tunnel durch Entzündungen, Verletzungen oder Überlastung eingedrückt wird, kann es zu Schmerzen im Handgelenk kommen. Die Schmerzen treten meistens auf der Innenseite des Handgelenks auf und können bis in die Finger ausstrahlen. Besonders betroffen sind Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger. Typische Symptome des Karpaltunnelsyndroms sind ein Taubheitsgefühl in den Fingern sowie ein Brennen oder Kribbeln im Handgelenk. Auch Schmerzen beim Greifen oder Halten von Gegenständen können auftreten. In fortgeschrittenen Stadien kann es zu einer Schwäche der Muskulatur in der Hand kommen. Die Diagnose des Karpaltunnelsyndroms erfolgt durch einen Arzt, der die Symptome untersucht und gegebenenfalls eine Elektromyografie (EMG) durchführt. Die Behandlung umfasst konservative Maßnahmen wie das Tragen von speziellen Schienen oder das Durchführen von physiotherapeutischen Übungen. In schwereren Fällen kann auch eine Operation notwendig sein. Insgesamt ist es wichtig, bei ersten Anzeichen von Schmerzen im Handgelenk und Taubheitsgefühlen in den Fingern schnell ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um mögliche Folgeschäden zu vermeiden.